Fisch ist proteinreich, enthält viele essentielle Aminosäuren, Vitamin A, D, K und Vitamin-B-Komplexe,
sowie Mineralien wie Kalzium, Kupfer, Jod, Eisen, Zink und Selen - besonders zu erwähnen sind Jod,
mehrfach ungesättigte Fettsäuren, wie Omega-3-Fettsäuren und Vitamin D.
Fisch ist eine gelungene Abwechslung für die Fütterung Deines Vierbeiners und kann gerne 1-2x
wöchentlich gefüttert werden, sei es gewolft oder auch ganze Fische lassen sich verfüttern. Am Besten
schleichst Du den Fisch am Anfang bei der Umstellung ein, da dieser nicht auf Anhieb von jedem
Vierbeiner vertragen wird und ersetzt die restliche Ration durch Fleisch.
Jodmangel ist die zweit häufigste Mangelerscheinung in der natürlichen Fütterung und Jod ist nicht
genügend in anderen Futtermitteln enthalten.. Ein Jodmangel kann zu gesundheitlichen Folgen, wie
Bsp Schilddrüsenprobleme, führen. Auch wenn Jod in Fischen enthalten ist, ist dies meist dennoch
nicht ausreichend und sollte regelmässig mindestens 2-4x wöchentlich über Algen zu geführt werden.
Am Besten besprichst Du dies mit mir, falls Dir da etwas unklar ist auf dem Futterplan.
Fettsäuren sind wichtige Grundbausteine und liefern nicht nur Energie, sondern sind auch wichtig für
die Nährstoffaufnahme und gerade Fischöle, Krillöle oder teils auch Algenöle eignen sich auch, um
die Fettsäuren auszugleichen da wir häufig auf Grund der Zucht, Haltung & Co im Fleisch ein
Ungleichgewicht haben. Besonders einige mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die sogenannten
Omega-3-Fettsäuren (DHA/EPA), werden nicht genügend vom Organismus produziertund sollten
über die Nahrung aufgenommen werden.
Wir haben auch noch fetten Fisch, denn wir füttern sollten. Fetten Fisch eignet sich nur bedingt, um
die Fettsäuren auszugleichen da im Verhältnis zu Fischölen die Omega-3-Fettsäuren nicht konzentriert
sind. Wir brauchen ihn viel mehr um den Vitamin D Bedarf zu decken, denn da streiten sich die
Wissenschaftler noch welche Vierbeiner dies tatsächlich können. Hierfür eignen sich fette Fische wie
Bsp Hering, Sprotten, Aal, Thunfisch, Lachs, Regenbogenforelle. Sollte Dein Vierbeiner keinen fetten
Fisch mögen oder vertragen, sollte man sich nach Alternativen umschauen, wie Bsp Lebertran.
Wichtig dabei zu berücksichtigen ist, dass Lebertran auch viel Vitamin A enthält und am Besten
kontaktierst Du mich, so dass wir dies gemeinsam anschauen können.
Worauf man achten sollte:
• Gräten sind grundsätzlich sehr biegsam und so kann Fisch mit Gräten gefüttert werden. Wer
dennoch Bedenken hat, greift einfach auf Fischfilets zurück. Hingegen gekochten Fisch mit
Gräten sollte nicht gefüttert werden, da diese dann wieder splittern können! Auch grosse
Knochenfische, wie Bsp der Lachs kann ein sehr hartes Rückenmark haben und sind für kleinere
Vierbeiner eher weniger geeignet.
• Lachs ist nicht gleich Lachs! Die Bezeichnungen im Handel sind teils verwirrend. So ist Bsp.
Seelachs kein Lachs, sondern ein Köhlerfisch und auch die Lachsforelle ist kein geeigneter
Vitamin D Lieferant.
• Durch die Verunreinigung des Wassers, sind die Fische mehr oder weniger mit Schadstoffen,
wie Polychlorierte Biphenyle (PCB), Methylquecksilber und/oder Dioxine, Pflanzenschutzmittel
verunreinigt. Schadstoffe lagern sich besonders gut in fettreichem Gewebe ab, weshalb man
versuchen sollte möglichst wenig fettreiche Fische aussert zur Vitamin D Bedarfsdeckung zu
füttern. Und auch das Alter der Fische spielt eine Rolle, denn umso länger ein Fisch lebt, umso
höher ist er dieser Schadstoffbelastung ausgesetzt.
• Thiaminase sind Enzyme, welche in Fischen vorkommen und bei zu häufiger Fütterung, das
Vitamin B1 (Thiamin) zerstören, was zu Mangelerscheinungen führen kann. Kochen zerstört
Thiaminase. Wird nur einmal wöchentlich Fisch gefüttert, dann liegt da noch keine
Beeinträchtigung vor. Bei Katzen ist es wichtiger, denn da deckt man häufig den Taurinbedarf
natürlich über Muscheln oder Meerestiere.
Fische & Meerestiere (thiaminasehaltig)
- Brasse / Brachse (Abramis brama)
- Butterfisch (Peprilus spp.)
- Felchen / Renke (Coregonus spp.)
- Karpfen (Cyprinus carpio)
- Goldfisch / Karausche (Carassius auratus)
- Maifisch (Alosa alosa)
- Stint (Osmerus eperlanus)
- Wolfsbarsch (Morone chrysops)
- Zander (Stizostedion spp.)
- Anchovis / Sardelle (Anchoa spp. / Engraulis spp.)
- Hering (Clupea harengus)
- Makrele (jap.) (Scomber japonicus)
- Gelbflossenthunfisch (Thunnus albercares)
- Miesmuscheln (Mytilus edulis)
- Jakobsmuscheln (Pecten spp.)
- Garnelen (Decapoda oder Mysidacea spp.)
- Tintenfisch (Coleoidea oder Dibranchiata spp.)
& Fisch und Meerestiere (nicht thiaminasehaltig)
- Aal (Anguilla rostrata)
- Bachforelle (Salmo trutta fario)
- Regenbogenforelle (Salmo gairdneri)
- Gelbbarsch (Perca flavensces)
- Hecht (Esox lucius)
- Schwarzbarsch (Micropterus dolomieu)
- Dorsch (Gadus morrhua)
- Heilbutt (Hippoglossus hippoglossus)
- Seelachs / Köhler (Pollachius virens)
- Lachs / Salm ( Salmo salar)
- Makrele (Scomber scombrus)
- Meeräsche (Mugil spp.)
- Dorade / Meerbrasse (Stenotomus aculeatus)
- Rotbarsch (Sebastes marinus)
- Scholle (Pseudopleuronectes)
- Seehecht / Meerhecht (Merluccius merluccius)
- Seilberlachs (Oncorhynchus kisutch)
• Gerne empfehle ich Dir den aktuellen Fischratgeber von greenpeace, welcher eine schöne
Übersicht gibt welche Fischbestände gefährdet sind und welche Fänge aus Wildfang oder
auch Aquakulturen noch empfehlenswert sind. Erhätlich ist dieser auf der Website
www.greenpeace.ch als .pdf oder auch als App „Greenpeace Fischratgeber“ für das iPhone.
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